Françoise

Françoise ist verheiratet und Mutter von zwei Söhnen von 20 + 25 Jahren. Jesus hat ihr bis jetzt 16 Bücher diktiert.

Sie erzählt:

Mitten in meinem Leben, plötzlich ist Jesus zu mir gekommen – ich war katholisch, aber weit weg von Ihm, ich war Reitlehrerin, doch ich verbrachte meine Tage, meine Monate, meine Jahre damit, Wettbewerbe im Springreiten zu machen. Alles verlief gut in meinem Leben, alles schien relativ leicht, und doch litt ich unter einem großen Mangel. Ich wusste nicht, worin dieser Mangel bestand, denn im materiellen und emotionalen Bereich schien alles gut zu gehen. Und doch lebte ich im Zustand der Sünde, weit weg von Jesus, weit weg von der Kirche.

Da empfand ich sechs Monate lang, direkt bevor der Herr zu mir kam, einen übergroßen Durst. Ich wusste noch nicht wirklich, dass dies von Jesus kam, ich hatte jedoch einen tiefen Durst nach Liebe in meinem Leben. Ich begann, jeden Tag zu beten so gut ich konnte, das dauerte 5 oder 6 Monate. Ich ging jedoch nicht in die Kirche, denn ich konnte ja nicht zur heiligen Kommunion gehen, weil ich im Zustand der Sünde war.

Und eines schönen Tages ist der Herr zu mir gekommen. Ich habe Seine Stimme gehört, das ist tief erschütternd. Und nach zwei oder drei Tagen hat Er mir Seinen Blick gezeigt, Sein schönes Angesicht mit Seinem schönen Blick aus blauen Augen. Es ist ein so tiefer Blick, der einen durchbohrt, wenn man ihn sieht. Dieser Blick ist zugleich so voller Liebe – so etwas kann man hier auf Erden nicht spüren, denn es ist etwas unendlich viel Tieferes. Zugleich hat Er mir diesen Blick der Heiligkeit, der Reinheit und der Wahrheit gezeigt… Wenn ihr den Blick Jesu auf diese Weise anbetend betrachtet, dann durchbohrt Er euch, durchdringt Er euch. Denn Er ist so heilig und zugleich so ganz Liebe, dass es sehr, sehr tief geht. Dann seht ihr eure ganze Armseligkeit. In einem Augenblick habe ich mein Leben gesehen, das ich mit meinen persönlichen Entscheidungen, mit meinem kleinen, eigenen Willen führte. Ich habe gesehen, wie weit es von der göttlichen Freude entfernt war, zu der Jesus uns ruft, und wie falsch der Weg war, den ich eingeschlagen hatte… Da war gleichzeitig diese ganze Wahrheit angesichts meines Lebens – das alles in allem ganz „normal“, aber eben sündig war – und die ganze Liebe Jesu, die so stark war! Eine solche Liebe kann niemand auf Erden euch fühlen lassen. Und ich sah mir gegenüber diesen Blick aus blauen Augen, ein bisschen wie auf dem Turiner Grabtuch. Ein Blick, der zutiefst liebt und zugleich ein Blick, der uns auf uns selbst verweist und sagt: „Du hast nicht verstanden, was das Leben ist.“

Von diesem Tag an kam der Herr jeden Tag, um mich zu unterweisen. Ich höre ihn durch innere Einsprechungen. Er spricht auf französich und ich höre Ihn wie ich euch höre. Die Stimme des Herrn ist klar, rein und stark. Er kam, um mich auszubilden, immer mit Zärtlichkeit, immer mit einem Lächeln, immer mit so viel Liebe. Er hat mich das Evangelium und den Katechismus gelehrt. Er hat mich in Seiner heiligen Zärtlichkeit ausgebildet.

Jesus hat mich alles über Seinen Blick der Liebe gelehrt. Das heisst, dass Er nicht damit begonnen hat, mir zu sagen: „Du lebst in Sünde“, sondern Er hat damit begonnen, mir Seinen Blick zu zeigen, Sein Gesicht. Es war keine Erscheinung aus Fleisch und Blut, aber es war eine Vision, in der die Gegenwart Jesu sehr stark war: viel konkreter, als wenn man ein menschliches Gesicht sieht. Er hat mir diesen Blick geschenkt und während fünfzehn Jahren nicht mehr weggenommen. Wenn ich bete und Jesus anschaue, begegne ich Ihm: Seinen Augen, die so voller Liebe sind, Seiner Heiligkeit und Seiner Zärtlichkeit.

Je mehr Er sich zu erkennen gab, umso mehr wurde ich mir meiner Unfähigkeit bewusst und ich hielt Seinen Blick der Liebe und Vollkommenheit nicht mehr aus; denn dieser Blick verstärkte sich, Er erforschte mich und alles war so voll Liebe und Heiligkeit, dass ich schliesslich die Augen niederschlug, weil mir bewusst wurde, was für ein Abgrund des Elends ich war. Ich spürte, dass ich ein reines Herz haben musste, um Jesus anzuschauen. Ich musste geläutert werden.

Bei mir hat die Läuterung ziemlich lange gedauert, mehrere Monate, denn ich hatte Angst vor Jesus und sagte: „Aber Jesus, im Moment zeigst Du mir Deine ganze Sanftmut, Deine ganze Zärtlichkeit, aber ich bin sicher, dass das nicht lange dauern wird und dass du mir bald Dein Kreuz gibst.” Und da ich überhaupt keine Lust hatte, traurig zu sein und zu leiden, sagte ich zu Jesus: „Es stimmt, im Moment fühle ich Deine Zärtlichkeit und Deine Gegenwart ganz stark, aber dann… dann werde ich nichts mehr fühlen und das Kreuz haben.“

Da hat Jesus mich mit Seinem humor- und geheimnisvollen Lächeln angelächelt und gesagt: „Du täuschst dich.“ Dann kam Er jeden Morgen und fragte mich: „Willst du Meinen Willen tun? Willst du Meinen heiligen Willen erfüllen?“ Mir war klar, dass Er es war, das hatte ich so stark gespürt… Und so sagte ich Ihm: „Ja, Herr, ich will Deinen Willen tun.“ Dann kam Er jeden Morgen wieder: „Willst du Meinen Heiligen Willen tun?“ Und ich sagte wieder Ja. Und eines schönen Tages fragte ich Ihn: „Aber Jesus, schon so lange fragst Du mich, ob ich Deinen heiligen Willen tun will, und ich habe immer Ja gesagt. Warum fragst Du mich immer wieder?“ Da hat er wieder gelächelt und gesagt: „Denn jedes Mal, als Ich dich gefragt habe, hast du voller Furcht „Ja“ zu Mir gesagt. Du hast Ja gesagt, weil du weißt, dass Ich Gott bin, weil du weißt, dass Ich das Einzige Heil bin, aber du hast dich gefürchtet. Du wusstest also genau, dass man „Ja“ zu Mir sagen muss… Doch worauf Ich warte, ist dein liebendes Ja, das Ja deines Herzens, das du ohne jede Furcht sprichst, weil Ich derjenige bin, der dich am meisten liebt.“ Nach einiger Zeit habe ich das verstanden, und nach mehreren Monaten habe ich endlich mein volles Ja gegeben.

Von diesem Augenblick an hat mich der Herr Seine Gegenwart noch viel stärker spüren lassen, weil ich Ihm mein Herz, meinen Willen geschenkt hatte, um Seinen Heiligen Willen zu erfüllen. Und erst von diesem Augenblick an konnte das Licht des Heiligen Geistes in mein Herz einziehen.

Der Herr hat mich am Anfang jeden Monat zur Beichte gerufen und ich tauchte jedes Mal in ein Meer des Glücks ein, weil ich glaubte, dass Er Heilung schenken konnte.

Jesus zeigte mir so die tiefe Heilung, die im Sakrament der Versöhnung stattfinden kann. Er liess mich dieses Sakrament verkosten.

Jesus sagt:Wenn ihr nur einer einzigen Sünde Einlass gewährt, wird das Ei einer Giftschlange in eurer Seele grosswerden und eines Tages eine Viper werden, die euch beissen wird und derer ihr euch nicht mehr erwehren können werdet. Reisst jede Sünde aus eurer Seele aus und die Liebe Gottes wird in euch erstrahlen.“

Diese Erfahrung der Liebe Gottes ist für jeden gedacht.

Jahre lang hatte mich Jesus gebeten, nachts aufzustehen, um zu beten, was mir wegen meiner Gesundheit schwer fiel. Aber ich habe Ihm vertraut und Ihm gesagt: « Einverstanden, Herr, wecke mich ». Und Er hat mich dann jede Nacht gegen ein Uhr morgens geweckt und manchmal dauerte es bis 5 Uhr früh, wenn schon die Vögel zu singen begannen: das war wunderbar. Und Jesus sagte mir: Siehst du, Meine Geschöpfe schlafen und es sind die kleinen Vögel, die Mich früh am Morgen loben. Während dieser mit Jesus verbrachten Stunden sprach Er ein wenig mit mir und kam sehr stark. Und als dann Seine Gegenwart sehr tief war, sprach Er nicht mehr und ich auch nicht. Ich sagte mir, dass die geringste Äußerung wie Gift wäre inmitten dieses Austausches der Blicke, der Liebe und der Herzen. Jesus redete nicht, weil Worte diese tiefe Vertrautheit getrübt hätten. Nacht für Nacht hat Er mir erklärt, was dieses Herzensgebet ist, das stille, betrachtende Gebet, während dem Er uns wahrhaft überreich erfüllen kann. Es gab Personen, die mir sagten: « Sie haben wirklich Glück, Jesus hören zu können » und ich gab ihnen recht, dass das eine große Gnade ist. Aber das Schönste, was das Herz am meisten erfüllt, ist nicht, wenn Jesus spricht, sondern in der Stille. Da offenbart sich der Herr wirklich und das übersteigt jedes Wort, jedes Gebet.

Jesus sagt:Lernt, still zu werden, lernt, euch von jeglichem Lärm befreien zu lassen.“

Als der Herr zu mir gekommen ist, hat Er mir gesagt: „Willst du Mir helfen, Meine Kirche zu erneuern?“ Das hat mich sprachlos gemacht weil ich damals weit weg von der Kirche lebte und so habe ich nicht verstanden.

Also hat Jesus zu mir gesagt: „Weisst du, Meine Kirche ist heilig, aber viele Meiner Diener haben vergessen, dass Ich ein Herz bin. Es gibt viele, die viel sprechen, die viel tun, die Mich aber nicht lieben. Ich muss ihnen wieder sagen, dass Ich ein Herz bin, das liebt und dass sie dafür da sind, Mich zu lieben, das Leben zu entdecken und es ebenfalls weiter zu schenken.“

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