Zeugnisse

 Die Umkehr meines Herzens 

Vor 4½-Jahren begann ich diese Bücher „Umkehr der Herzen“ und „Jesus kommt wieder in Herrlichkeit“ zu lesen. Von der ersten Zeile an wurde ich tief ergriffen von der Liebe Jesu Christi und Er zeigte mir behutsam all meine Sünden, die ich im Laufe meines 45-jährigen Lebens begangen hatte. Ein brennender Durst nach der ständig spürbaren Zärtlichkeit Jesu Christi begann mich immer heftiger zu verzehren.

So führte mich Jesus in die römisch-katholische Kirche, wo Er mir beim Empfang der Heiligen Kommunion Seinen tiefen Frieden und ein beseligendes Glück vermittelte, das ich bis heute in jeder Heiligen Messe empfange. Dies bewirkte, dass ich mich täglich zur Heiligen Messe hingezogen fühlte, denn Jesus erfüllt mich ganz und gar mit Seiner tief spürbaren Gegenwart, die so voller zärtlicher Liebe ist.

Zugleich gab Er mir ein tiefes Verlangen nach der regelmässigen Beichte, wo ich eine wunderbare, schrittweise Befreiung und Heilung von vielen Verletzungen und Verstrickungen fand.

Jesus zog mich auch mit Kraft zur Eucharistischen Anbetung. Dies tat Er, indem Er mich jedes Mal Seine tief nährende Liebe spüren liess. Er schenkte mir die Gnade der Kontemplation, die sich immer mehr durch stundenlange Anbetung von Jesus Christus im Tabernakel und dem ausgesetzten Allerheiligsten vertiefte.

So durchdrang Er mich immer mehr mit Seiner tief spürbaren, glühenden Gegenwart, die auch bewirkte, dass ich Sein Kreuz zu spüren bekam: Jesus vermittelte mir Seinen brennenden, so schmerzhaften Durst, den Er nach uns Menschen verspürt und Seine schreckliche Einsamkeit in vielen Tabernakeln der Welt. Er zeigte mir auch, wie sehr die Lauheit vieler Priester und Laien Ihn verletzt. So kam es, dass ich in eine immer innigere Vertrautheit mit Jesus geriet, die mich völlig ausfüllt.

Die Liebe zu Ihm und Seiner römisch-katholischen Kirche wächst Tag für Tag und sie strömt auch auf meine Mitmenschen über. Mein Ehegefährte war so beeindruckt von meiner sichtbaren Veränderung durch die Liebe zur Eucharistie, dass er als gläubiger Protestant zum katholischen Glauben konvertierte, ebenso mein jüngster Sohn.

Bis zum heutigen Tag intensiviert sich die ständig spürbare, zärtliche Gegenwart Jesu Christi in meinem Leben, indem ich einen beständigen, tiefen Herzensfrieden empfinde und eine wunderbare, stille Freude empfange. Ich erlebe, dass Jesus jede Einzelheit in meinem Leben regelt und mich immer mehr in Seine Liebe hüllt.

Das Kreuz fehlt nicht in meinem Leben. Aber Jesus versteht es mich mein Kreuz in Frieden und Freude tragen zu lassen durch Seine ständig spürbare Liebe. Ich lese bis heute täglich in diesen Botschaften der Zärtlichkeit, die mich jedes Mal zutiefst mit Jesu Liebe nähren.

H.J.

Zeugnis eines Priesters:

Hier einige Wohltaten der Botschaften „Umkehr der Herzen“.

Es sind Wohltaten die ich selbst oder andere bekannte Personen erhalten haben.

Diese Botschaften habe ich erst kürzlich entdeckt. Seit einem Jahr. Am Anfang war ich misstrauisch. Ich wollte nicht davon sprechen oder sie anderen empfehlen bevor ich sie nicht alle gelesen, betrachtet und gelebt hatte. Es war für mich ein neues Leben. Eine Art Noviziat, wo ich doch mein 50-jähriges Priesterjubiläum gehabt hatte. Mein ganzes Leben habe ich in Afrika gewirkt.

Diese Botschaften waren wie das ganze Evangelium, aber in äusserst einfachen Worten, für die Kleinen und Ungelehrten, die eben anfangen Jesus zu begegnen, und die theologischen und wissenschaftlichen Ausdrücke noch nicht verstehen können.

Alles ist einfach. Es ist eine neue Annäherung und eine feinfühlige und tiefe Erfahrung mit Jesus – Eucharistie.

Gewisse Ausdrücke und Verhaltensweisen sind mir zuerst auf die Nerven gegangen. Sie schienen mir zu fromm und sentimental, z. B. die Art, die heilige Eucharistie zu empfangen. Aber ich habe verstanden, dass Jesus es gern hat, wenn man sie befolgt aus Liebe zu Jesus und weil man sich dazu eingeladen fühlt von ihm.

Ich ging in den römischen Richtlinien (Instructio Redemptionis sacramentum) nachschauen, die der Papst am 14.3.04 anerkannt hat, und im Dokument „ Die Kirche lebt von der Eucharistie“ vom 17.4.03 von Johannes Paul dem II. Es sind fast die gleichen Worte. Die Botschaften mit dem gleichen Thema waren aber 1996 gegeben worden. So war ich erstaunt und überzeugt. Ich habe versucht, die Botschaften selbst zu leben.

Das war ein neues Leben in Jesus – Eucharistie, dank der Botschaften. Die Eucharistie erleben und in einer ganzen grossen Liebe, in einer restlosen Zärtlichkeit, die bis zum Äussersten geht, und das in der Freude und im Schmerz Jesu, besonders wenn ich an alle heutigen Missbräuche denke.

In diesem Jahr 2005 kamen Leute und sagten mir, Jesus hätte sich ihnen offenbart in Zeichen, die sie erfahren hätten, während ich zelebrierte, damit sie wirklich glauben konnten an seine reale Gegenwart als Auferstandener. Ich bin Leuten begegnet, die einen brennenden Durst nach der Eucharistie spüren. Sie leben Stunden stiller Anbetung, spüren seine tatsächliche Gegenwart, sogar eine körperliche Gegenwart, gerade wie Jesus es in den Botschaften verheissen hatte.

Solches wird immer mehr geschehen in unserer „Neuen Zeit“, die angefangen hat.

Andere spüren ein starkes Bedürfnis zu beichten, wenn es möglich wäre kämen sie täglich, oder doch einmal pro Woche, also mindestens einmal im Monat. Sie wollen diese Läuterung leben. Sie wollen diese Zärtlichkeit, von Jesus und vom Vater geliebt zu sein, durchleben. Sie wollen ganz abhängig von Jesus sein. Sie wollen sich ihm total anvertrauen. Sie wollen den heiligen Geist empfangen, um zu wagen, Jesus ihr totales Vertrauen zu schenken. Sogar in den ganz gewöhnlichen Dingen. Die Schriftstelle „macht euch keine Sorgen“ (Lukas 12,  2-32), die mir übertrieben schien, verwirklicht sich im konkreten Leben. Aber wir wagen nicht daran zu glauben. Wir sind viel zu vorsichtig von Natur aus. Wir kritisieren die andern als Fundamentalisten, wobei es doch eine Gabe ist, die wir erhalten dürfen. Sie wiederholt sich ständig. Aber wir Moderne wagen nicht, wirklich ans Evangelium zu glauben. Die Botschaften helfen uns, endlich das Evangelium radikal zu empfangen.

Ich sehe Leute, die wagen, ihre Gegner und Feinde zu lieben, diesen zu verzeihen, ohne zu diskutieren, aber einfach die Wahrheit zu sagen. Sie nehmen es in Kauf, kritisiert und angegriffen und verleumdet zu werden.

Was mich am meisten beeindruckt, das ist die Identifizierung, das Eins werden mit Jesus in seinem Schmerz für die Sünder. Er liebt die Sünder, aber sie weigern sich ihn zu lieben.

Am Anfang konnte ich nicht verstehen, warum Jesus leidet wegen seinen geliebten Söhnen (den Priestern), die doch für ihn wirken. Sie aber behaupten ihn zu lieben aber gehorchen nicht. Aber meine Augen haben sich geöffnet diese letzten Monate. Es hat mehr Missbrauch als ich meinte. Es ist dringlich für uns, dass wir für sie leiden, eins mit Jesus. Jesus tadelt unsere gegenwärtige Mentalität. Er versucht, sie mit einfachen und anschaulichen Worten zu beschreiben. Die Kleinen, wie Françoise, können sie dann verstehen.

Als ich dann das Buch von Johannes Paul II „Mémoire et identité“ (Erinnerung und Identität) las, sah ich, dass er von der gleichen Wirklichkeit spricht, aber mit modernen Worten. Es geht um die gleiche Botschaft. Auch ich habe in der gleichen Strömung gelebt, ohne dass es mir bewusst wurde. Jetzt wird alles klar. Ich hoffe, die Klarheit werde sich in allen Herzen zeigen, wie Jesus es ankündigt. Das wird dann die Läuterung sein, die im Kommen ist, wie es so viele Beter und Mystiker heute ansagen. Was mich bei den Menschen, die die „ Botschaften“ lesen, beeindruckt, ist der Gehorsam und die radikale Liebe zum Heiligen Vater, Johannes Paul II und Benedikt XVI.

Wenn viele Menschen die Botschaften annehmen könnten (diese Botschaften sind übrigens identisch mit vielen andern heute), würde sich die Welt rasch erneuern.

Ich danke Gott, dass ich diese Botschaften an Françoise habe kennen lernen dürfen und sie dann annehmen und im Leben verwirklichen konnte. Es ist für mich eine Erneuerung. Meine erste Erneuerung war die Erneuerung im heiligen Geist vor 30 Jahren, die ich nach sechs Jahren Krise habe erleben dürfen. Eine andere Erneuerung ist dieser fortlaufende Aufruf von Jesus und Maria für mehr Demut, während ich mir einbildete demütig zu sein. Maria hat mich mit Kraft verstehen lassen wie weit ich noch von dieser Demut entfernt bin. Und doch ist diese Demut die Bedingung für jede wahre Erneuerung, die uns fähig macht, alle Gaben und ungeahnten Gnaden anzunehmen, die der Herr mir und uns allen geben möchte. Ich erfahre das jetzt, wenn ich die Botschaften im Leben verwirkliche. Wenn mich die Menschen bitten, diese oder jene Stelle zu erklären, sage ich ihnen: „Lest weiter, und ihr werdet die Antwort finden.“ Es nützt nichts zu diskutieren, man muss endlich im Herzen und im Leben empfangen und nicht nur überlegen und verstehen wollen.

Ich bin auch Boten der Zärtlichkeit begegnet, die gewagt haben, mich zu korrigieren und zu ermutigen. Das sind ganz einfache Leute, Mütter mit Familien, die aber die Botschaften gründlich leben.

Diese Botschaften sind wie eine Einführung in das asketische und mystische Leben. Die Kleinen, die sich da einüben und danach leben, kommen zu tiefen Erfahrungen und zu einer erstaunlichen Unterscheidungsfähigkeit. Sie können noch nicht die Schriften vom Hl. Johannes vom Kreuz, von Theresa von Avila oder von Lisieux studieren, aber sie können dennoch deren anspruchsvolle Spiritualität leben, dank den Anleitungen und den so einfachen praktischen Ratschlägen der Botschaften und mit Hilfe ihrer geistlichen Begleiter und Beichtväter.

Für meinen Dienst als Beichtvater oder geistlichen Begleiter bekam ich auch folgende Hilfe: Menschen mit so grossen schweren Problemen wie die wiederverheirateten Geschiedenen, entdecken die zärtliche Liebe die Gott ganz besonders für sie hat. Sie verstehen, dass Jesus einen Plan für sie hat in der Kirche. Sie sind nicht nur anerkannt und geliebt, sondern sind gesandt, um für die Liebe zu Jesus – Eucharistie Zeugnis zu geben. Sie können ihn nicht sakramental in der Heiligen Kommunion empfangen, nur geistlich, aber das mit glühender Inbrunst. Andere leben ihr Eheleben weiter im Gehorsam, wie Bruder und Schwester und so leben sie die Intimität mit Jesus – Eucharistie wirklich. Das ist wunderbar. Sie haben verstanden, dass ihr Schmerz süss sein kann und wirksam ist, sie lieben ihn in Jesus. Wie sind wir weit entfernt mit diesen unnützen Diskussionen und Kritiken gegen die Kirche, von Seiten jener Leute, die nie die wahre christliche Freude erfahren konnten, in dieser zärtlichen Liebe, die uns Jesus geben möchte.

Pater H.G.

 

Zeugnis einer kleinen Botin der Zärtlichkeit Gottes

Gerne will ich dem Wunsch Jesu nachkommen und Zeugnis geben.

Wenn ich auf meinen Lebensweg zurückblicke, stelle ich fest, dass sich mein Weg des Glaubens in vielen kleinen Schritten vollzogen hat.

Zunächst führte ich als junge Frau ein sündiges, schlechtes, weltliches Leben ohne Gott.

Langsam jedoch begann mein Leben, eine Wendung zu nehmen. Ich hörte auf zu rauchen und fing an, klassische Musik zu hören. Nicht mehr Rock/Pop und Discomusik.

Ich fing an, mich für den Glauben und Gott zu interessieren. In verschiedenen Richtungen streckte ich die Fühler aus: Gospelkirche, Freikirche, Charismatische Bewegung, evangelische und katholische Kirche. Bei der katholischen Kirche blieb ich hängen. Dazu muss ich sagen, ich bin katholisch getauft und habe katholisch geheiratet.

So begannen also meine ersten Schritte in den Glauben zurück. Und einmal dazu entschlossen, blieb ich dabei. Von den verschiedenen Richtungen und Strömungen in der Kirche ließ ich mich nicht beeindrucken.

Ein paar Jahre später lernte ich die Bücher „Der Gottmensch“ von Maria Valtorta kennen. Jetzt erst lernte ich Jesus richtig kennen. Und meine Sehnsucht nach Jesus wurde geweckt. Täglich las ich in den Büchern, 5 Jahre lang, und verbrachte viel Zeit innerlich mit Jesus und Seinem Leben. Ich fing an, jeden Tag mit Jesus zu sein, an Ihn zu denken. Äußerst lebendig mit Hilfe dieser Bücher. Jesus schenkte mir eine sehr schöne, lebendige Vorstellungskraft, so dass ich immer mehr an Ihn dachte. Dieses „An Jesus denken“, dieses „Mit Jesus sein“ hat seitdem stets zugenommen. Dieser Prozess ging langsam, Schritt für Schritt. Niemals fühlte ich mich überfordert. Jesus wartete stets, bis ich bereit zum nächsten Schritt war.

Einmal fuhren meine Familie und ich nach Medjugorje. (Wir hatten inzwischen zwei Kinder bekommen.) Ich mochte Maria schon immer, aber auf dieser Pilgerfahrt öffnete ich ihr kindlich mein Herz.

Zwei Jahre später war ich dann bereit für eine besondere Berührung von Jesus. Ich besuchte mehrtätige Exerzitien. Dort lernte ich den „Barmherzigen Jesus“ kennen. Jesus berührte mein Herz und zeigte mir Seine Sehnsucht nach mir und allen Menschen. Als Jesus mich berührte, es war während der Heiligen Messe, konnte ich nur weinen und weinen. Danach zog großer Frieden in mich ein. Ich befand mich in einem besonderen freudigen, friedlichen Zustand, der mich monatelang nicht verließ.

Nach diesen Exerzitien fragte ich Gott: „Gott, was willst Du?“ Ein paar Wochen später kam ein Buch „Botschaft der Barmherzigen Liebe an die Kleinen Seelen“ ins Haus. Da wusste ich: Gott will, dass ich eine Kleine Seele werde. Wobei ich keinen blassen Schimmer hatte, was das ist.

In den folgenden drei Jahren, löste mich Gott von allem Weltlichen, Materiellem, von Personen, auch Kirchenchor und von dem Gebetskreis, den ich jahrelang bei uns im Ort besuchte. Ich hatte nur den Wunsch, auf Gott zu schauen. Auch das kam ganz langsam. In dem Maß wie ich die Welt verließ, gewann ich Gott.

Dann las ich in einer christlichen Zeitung von den Botschaften von Françoise. Ich wusste gleich: Diese Botschaften sind mein. Diese Botschaften sind für mich. Ich bestellte die Bücher mit einemmal. Mit diesen Büchern wusste ich auch ziemlich schnell: Gott braucht mich. Gott hat einen Auftrag für mich. Die Botschaften von Françoise sind alle für mich, sind persönlich für mich geschrieben. Ich identifiziere mich mit ihnen, nehme alles an, so gut ich kann. Ich habe den Wunsch, mich Gott voll und ganz zu schenken, hinzugeben, damit Sein Wille geschehe. Gott lehrte mich, klein zu werden, demütig zu werden, auf alles Eigene zu verzichten. Er lehrte mich, Ihn an die 1. Stelle in meinem Leben zu setzen, auf Ihn zu schauen. Und: Ich ließ mich auf Seine Gegenwart ein. Ich lernte Seine Gegenwart kennen. Auch ganz langsam, Schritt für Schritt.

All diese kleinen Schritte in diesen Jahren konnte ich recht problemlos gehen. Denn von den äußeren Umständen ließ ich mich nicht leiten. Ich ging meinen Weg still und verborgen. Meine „Antennen“ waren auf das Himmlische gerichtet. Von dort wollte ich erfahren wie mein Weg verlaufen sollte. Alles andere lehnte ich sogar ab. In diesem Punkt bin ich sehr eigensinnig. Ich möchte von Gott selbst erfahren, wie mein Weg gehen soll.

Was ich genau erkannt habe: Es ist außerordentlich wichtig, Ihn machen zu lassen, Ihm Zeit zu geben. Dann wird Er mir den Weg zeigen, den Er für mich will.

Jesus hat eine derartige Sehnsucht in mir entzündet, die mich auf Ihn schauen lässt. Ich will in allererster Linie Gott. Alles andere ist zweitrangig. So muss die Reihenfolge sein: Zuerst Gott, dann alles andere.

 Einmal fragte ich Gott: „Gott, hast du nicht einen Beichtvater für mich?“ Einige Tage später war ich mit ein paar Frauen zu einem Einkehrtag unterwegs. Während der Fahrt zeigte eine der Frauen mit dem Finger auf mich und sagte: „Du musst nach B. ins Wallfahrtskloster beichten gehen.“ Vier Monate zögerte ich. Dann endlich ging ich in dieses Kloster beichten. Zwei Dinge geschahen in diesem Monat: Gott schenkte mir die Reinheit und Gott schenkte mir von einem Tag auf den anderen Freude, Liebe und Frieden. Diese Freude und diese Liebe haben mich bis heute nicht verlassen. Ich habe ununterbrochen Freude und Liebe im Herzen. Der Friede hat zugenommen. Ich wusste, das ist der Weg, den Gott mich führen will.

Ein paar Monate später fing ich an, morgens in der Frühe stille Zeit zu halten. Dazu muss ich sagen: Zunächst hielt ich die stille Zeit so, wie ich meinte, sie halten zu müssen. Ich war der Meinung, ich muss Gott was bringen: Gebete, ein Teil des Rosenkranzes, ein Lied und auch ein bisschen Zeit der Stille. Kurze Zeit später zeigte Gott mir während der eucharistischen Anbetung, wie kalt und furchtbar meine Gebetszeit morgens war und dass es Ihm nicht besonders gefällt. Ich war schockiert, das zu erkennen. Ich war sogar ein bisschen beleidigt und sagte zu Gott: So, nun mach ich gar nichts mehr. Ich setz mich morgens nur noch hin und du wirst kein Wort von mir hören. Mach Du, wie Du willst. Ich mach nichts mehr. Ja, und Gott hat gemacht. Er lehrte mich, wie Er diese Zeit haben möchte. Und Er hat mir dafür große Liebe und große Freude geschenkt. Ich könnte auf diese Zeit nicht mehr verzichten. Jetzt war es Gott möglich, sich mir zu nähern. Denn Er hatte mich sozusagen lahm gelegt und Er konnte jetzt handeln. Er ließ mich, auch jetzt ganz langsam, Seine Gegenwart erkennen, Seine Gegenwart spüren.

Manchmal zeigt Er mir Seine Gegenwart ganz deutlich. Einmal war ich spazieren. Jesus spazierte rechts neben mir. Ich fühlte mich an der rechten Schulter fasst körperlich berührt. Oder zum Beispiel beim Bügeln habe ich plötzlich das Bewusstsein: Er ist jetzt da. Und Jesus lächelt mich an. Und ich lächele zurück. Manchmal wallt mein Herz in Freude und Liebe auf. Mein Herz brennt dann. Mein Herz wird durchflutet. Manchmal für längere Zeit. Ich kann dann nur staunen und danken. Ich lebe meinen Alltag nach außen ganz normal. Aber in meinem Innern, im Herzen habe ich die Fülle, da habe ich Gott. Und Gott nimmt mich immer mehr ein.

Die vergangenen drei Jahre hat Gott dazu benutzt, mich in dieses Kloster einzupflanzen. Er hat mich sicher und fest gemacht. Ich weiß sicher, hier ist der Ort, an dem Er Seine Zärtlichkeit in Seiner Kirche verbreiten will. Aber stets schaue ich auf Ihn und warte, bis Er den nächsten Schritt zeigt. Nichts kommt von mir. Da passe ich sehr auf. Wenn Gott zu mir sagen würde: “Zieh dich zurück.“ Ich würde es tun. Denn nur Gott ist für mich wichtig. Diese Äußerlichkeiten sind zweitrangig. Was ich weiß, ist: Wenn Gott etwas will, schenkt Er mir Gewissheit, gibt Er mir Zeichen oder einen Hinweis aus der Bibel und fügt die Dinge selbst. Ich von mir aus brauch nichts zu tun. Wenn Gott etwas will, dann kommt es. Ich folge nur den Dingen, die Er mir zeigt. Was ich genau verstanden habe: Durch mein Lächeln, das ich meinen Mitmenschen schenke, wirkt Gott. Es ist nämlich Sein Lächeln. Und Sein Lächeln berührt die Herzen, macht die Herzen weich. Das ist mein „Tun“, mein „Machen“: Lächeln mit Liebe. Mehr nicht. Ganz unscheinbar, aber Gott kann damit Wunder wirken. Dieses Bewusstsein, diesen Wissen habe ich. Vor Jahren schon begann ich  zu lächeln, aber mir war da noch nicht richtig klar, was es bedeutet.

Jetzt haben wir das Jahr 2010. Gott hat mich in dieses Kloster eingepflanzt. Ich könnte mir vorstellen, jetzt kommt die Zeit des Aufbaus. Aber ich weiß es nicht. Gott wird es zeigen. Auf jeden Fall ist es so: Ich lebe mein Leben mit Gott. Jede Sekunde ist Er bei mir. Niemals bin ich ohne Ihn. Bei den kleinsten Kleinigkeiten ist Er bei mir. Mein Blick ist stets auf Ihn gerichtet. Ich kann gar nicht mehr anders. Gott liebt mich so sehr. Er schenkt mir Seine Zärtlichkeit. Er umsorgt mich, hegt und pflegt mich und mein Herz schmilzt vor Ihm. Ich habe eine sehr große Liebe zu Gott. Ganz langsam fange ich an, meine Mitmenschen zu lieben. Gott hat mich schon so sehr verändert. Ich kann nur staunen über meinen Lebens- und Glaubensweg, über die Führung Gottes und jetzt über Seine Gegenwart bei mir.

Es ist auch so: Ich fing an, in der Bibel zu lesen. Mittlerweile „bespreche“ ich Dinge und Situationen mit Gott. Er antwortet mir tatsächlich. Ich schlage die Bibel auf und Gott antwortet mir durch die Heilige Schrift. Auch hier kann ich immer wieder nur staunen und dankbar sein und demütig in die Knie gehen.

Als ich in dieses Kloster kam, hatte ich heftige Angriffe Satans zu erdulden. Es gefiel ihm gar nicht, mich auf meinem Weg zu sehen. Diese Angriffe hat Gott genutzt, um mich zu stärken, zu festigen, sicher zu machen und zu lehren. Gott will mich stark und unerschütterlich haben. Ich spüre Seinen Blick. Mit Vertrauen und Zuversicht gehe ich meinen Weg weiter.

So will ich euch Mut machen, liebe Boten der Zärtlichkeit Gottes. Geht auf eurem Weg weiter, lasst euch führen von Gott. Lasst alles los. Ja, zwingt euch sogar, jegliches Tun und Machen zu lassen. Dann kann Gott kommen und handeln. Und Er wird es tun. Verlasst euch drauf. Und seid ein bisschen geduldig. Mit Rücksicht auf uns, handelt Gott langsam und vorsichtig, damit wir auch mitgehen können. Das braucht ein bisschen Zeit. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Ganz individuell. Ihr könnt sicher sein: Die Fülle, die Freude, die Liebe warten auf euch. Gerade eben wallt mein Herz in Freude und Liebe auf. Und es ist Gott, der euch diese Worte zuruft. Wenn ihr nicht genügend Sehnsucht nach Gott habt, dann bittet Ihn darum. Er schenkt die Sehnsucht. Ihr werdet dann gar nicht mehr anders können, als Seinen Blick zu suchen und auf Ihn zu schauen.  

In Liebe und Dankbarkeit grüßt euch eine kleine Botin der Zärtlichkeit Gottes!

S.P.

Oktober 2010

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